I wouln’t be a liar..
>Zwischendurch<

~heute~ 25.11.2006

 Es ist schon erstaunlich, wievielen Abhängigkeiten wir unterworfen sind. Wovon die seelische Ruhe abhängt, wobei... seelische Ruhe wahrscheinlich der Zustand vollkommener Unabhängigkeit ist, aber das kommt wohl auf die Definition an.

Abhängigkeit vom Internet, von eMails, von kostenlosen Sms, von ebay, amazon und etlichen anderen Diensten - nicht, dass man wirklich abhängig wäre, denn man erwählt es für sich ja so - aber in diesem Fall bricht hier auf dem Lande das Internet zusammen und man fühlt sich wieder wie vor 100 Jahren. Also daher auch so lang keine Einträge mehr, was gibt es also, kurz zusammengefasst, zu berichten?

Ich hatte Geburtstag. Nicht dass dieses Ereignis jemals grundsätzlich etwas ändern würde, aber doch.. seitdem nenne ich ein Notebook mein Eigen und damit verbundene Sorgen, dass ich das W-LAN-System noch nicht ganz verstehe. Mein Handy, ausgerüstet mit all dem neumodernen Zeug, UMTS-fähig etc. verrichtet zwar auch seinen Dienst, die Synchronisation mit dem Notebook bleibt mir trotzdem versagt, ob nun das Bluetooth nicht funktioniert oder weiß-der-geier. Was ich weiß: Ist auch scheißegal, wer brauchts denn. Ok, hab letzte Woche vom Handy aus per Internet ein paar Pizzen bestellt, das war ne gute Sache. Ok, hätte ja auch anrufen können, aber bitte schön, wer will das denn so einfach?

War auf dem Mando Diao Konzert in Hannover, wohoho also holla die Waldfee, das hat gepfeffert, genial genial, hat sich auf alle Fälle gelohnt - Razorlight als Vorband haben zwar die Erwartung nicht ganz erfüllt, aber hey, Erwartungen vermiesen einem ja so manches - es war trotzdem klasse. Um damit wieder auf die Technik zu kommen: Hab per Handy sechs Videos aufgenommen, also Mando Diao, Live, Hannover, inmitten der Masse von zumeist überaus alkoholisierten 13-32 jährigen (kreischende Teenies, ich schmeiß mich von der Brücke) - die Qualität kann man vergessen, aber aha, der Punkt ist ja: "Alter, ich war letzte Woche aufm Konzert, hier, ziehs dir rein .... der schwarze Flecken, jop, der Sänger... und der Song, na "White Wall", hört man doch .. ja musst genau hinhören, du wurst, nichts von wegen, gerausche, ok ein bisschen vielleicht, aber es war genial, hier die Lichteffekte.. ja gleich nach dem schwarzen, da, hast es gesehen?!" Der Punkt ist: Geht hin, erlebt es selbst, Filme sind irreal. Andererseits ist es immer wieder ein merkwürdiges, begeisterndes Gefühl, wenn man am Vortag die CD in der Hand hatte, das Booklet durchging, die Fotos sah und diese Leute dann doch wirklich vor einem stehen. Genial irreal.

Arbeit läuft, auch wenn sich die Phase der Ermattung einstellt, soll heißen: Man hat alles schon gesehen, es kommt nichts neues und man sich quasi längst von der Gewohnheit gefressen sieht, die einen Tag pro Tag mürber macht. Nicht dass das schlimm wäre, ich lese so viel wie seit langem nicht mehr, die Hauptdramen Shakespears habe ich nun durch, Goethes Berlichingen auch, man schafft viel, wenn man die Zeit zu nutzen weiß.

Zur Zeit steht viel Pokern auf dem Programm - es ist berauschend, was man dabei über Menschen lernen kann, aber dazu später, ich geh mich dann ernähren.

faustus 

 

25.11.06 18:54
 


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